Aves rapaces de Europa

Unter dem Titel „Aves  rapaces  de  Europa „ (Greifvögel Europas) ist im OMEGA-Verlag ein neues Greifvogelbuch der spanischen Autoren Alex Olle und Fran Trabalon erschienen. Illustriert auch mit zahlreichen Aufnahmen von Torsten Pröhl von fokus-natur.de.

Falco rusticolus; Gerfalke; Gyrfalcon; Iceland; Island; Islandfalke; Kretschet; ad.; adult; birds; falconiformes; flight; flug; greifvögel; pröhl; raptors; vögel
Gerfalke – Falco rusticolus – Gyrfalcon

Das Buch richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an fortgeschrittene Ornithologen und Greifvogelfans. Es ist in erster Linie ein Bestimmungsbuch zur Identifizierung des sitzenden aber vor allem des fliegenden Greifvogels.

Gezeigt werden alle 39 europäischen Greifvogel- und Falkenarten in allen Altersklassen beider Geschlechter. Damit ist bei guter Sicht und entsprechend nahem Vogel die Bestimmung vieler Greifvögel im Feld sicher möglich. Im Text wird neben den Körper- und Gefiedermerkmalen auch ausführlich über Lebensweise, Brutbiologie, Zugverhalten und die aktuelle Bestandssituation und den Schutz in vielen europäischen Ländern ausführlich informiert.

Milvus milvus; Red Kite; Roter Milan; Rotmilan; birds; falconiformes; flight; flug; greifvögel; pröhl; raptors; vögel
Roter Milan

Das Buch ist ausschließlich in spanischer Sprache hier erhältlich: https://www.weboryx.com/oryx/cms/es/producte/40746/1/aves-rapaces-de-europa.html .

Aquila pomarina; Lesser Spotted Eagle; Oman; Schreiadler; adler; birds; eagle; falconiformes; greifvögel; juv.; pröhl; raptors; vögel
Schreiadler – Aquila pomarina – Lesser Spotted Eagle
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Unbekanntes Äthiopien

Auf ihrer letzten Äthiopienreise haben Kathrin und Torsten Pröhl wieder eher unbekannte Gebiete Äthiopiens besucht.

Ganz im Nordwesten gelegen, sind der Alatish Nationalpark  und der Bundesstaat Benishangul Gumus noch echte Geheimtipps für Naturreisende. Gebiete, so groß wie die deutschen Bundesländer Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammen, aber so gut wie ohne Infrastruktur, lassen in puncto Ursprünglichkeit, Unberührtheit,  und natürlicher Vielfalt, kaum Wünsche offen. Allerdings sind diese Gebiete extrem schwer bereisbar. Es gibt so gut wie keine gut befahrbaren Straßen, deshalb ist für 200 km etwa ein Reisetag zu veranschlagen. Riesige Gebiete sind nur zu Fuß oder zu Pferd und Esel erreichbar. Landwirtschaft wird in diesen Gebieten nur mit Handarbeit oder tierischer Muskelkraft und ohne chemische Dünge- und Pflanzenschutzmittel  betrieben. Dadurch bedingt, gibt es eine überaus reiche Tier und Pflanzenwelt, welche sich dem Beobachter aber durch die Unwegsamkeit nicht immer leicht erschließt.

Aethiopien; Benishangul Gumus; Galeriewald; cultivated landscape; extensive Beweidung; flussaue; kulturlandschaft; landscape; landschaft; pröhl; reisen; travels; trockenwald; Äthiopien
Benishangul Gumus

Es konnten die Greifvogelarten Heuschreckenteesa und Sperberbussard beobachtet werden, die in Äthiopien nur hier regelmäßig vorkommen. Wobei nicht geklärt ist, ob diese Arten auch hier brüten oder nur als innerafrikanische Zugvögel einen Teil des Jahres als Gäste hier verbringen.

Besonders wertvoll war die Beobachtung von balzenden Ovambosperbern, einer in Äthiopien äußerst selten beobachteten Art.

Accipiter ovampensis; Accipitriformes; Aethiopien; Ovambo Sparrowhawk; Ovambosperber; birds; flight; flug; greifvögel; high size; hochformat; pröhl; raptors; vögel; Äthiopien
Ovambosperber – Accipiter ovampensis – Ovambo Sparrowhawk

Unter vielen anderen konnten auch noch Bandschlangenadler, Kronenadler, Afrikanischer Habichtsadler, Afrikanische Schleiereule, Krokodilwächter, Brillenwürger und Erzflecktaube beobachtet werden.

Leider sind diese abgelegenen Gebiete neuerdings nicht nur durch ihre Abgeschiedenheit schwierig zu bereisen. Immer öfter gibt es ethnische Unruhen, bedingt durch Landraub chinesischer und anderer internationaler Akteure, welche traditionell genutztes Busch- und Waldland abholzen und brandroden um Ackerboden für die industrielle Landwirtschaft zu gewinnen. Umsiedlungen von Bevölkerungsteilen aus Dürre- und Hungergebieten führt ebenfalls zu Konflikten.

Aethiopien; Alatish Nationalpark; feuer; landscape; landschaft; pröhl; reisen; travels; waldzerstörung; Äthiopien
Waldbrand im Alatish Nationalpark

Als weiteres Ziel wurde der bekannte Semien Mountain Nationalpark angesteuert, mit über 5000m das höchste Gebirge Äthiopiens.

Aethiopien; Semien Gebirge; Semien Mountain; Semien Mountain Nationalpark, hochgebirge; cultivated landscape; kulturlandschaft; landscape; landschaft; pröhl; reisen; travels; Äthiopien
Semien Mountain Nationalpark

Hier wurden neben den endemischen Arten Äthiopischer Steinbock, Klunkeribis, Erzrabe und Ankober Girlitz, auch der Afrikanische Goldwolf, Lannerfalken und Bartgeier gesichtet.

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Schaff’ dir Lebens(t)räume

“Frisch aus der Druckerei, endlich fertig – der Ratgeber für Vielfalt und Lebensqualität rund ums Haus des LPV Altenburger Land und der UNB Greiz.
… wie wir denken, eine Pflichtlektüre für Hausbesitzer und alle, die es werden wollen!
Vielleicht findet der eine oder andere ein paar bessere Anregungen, als seinen Vorgarten zuzupflastern oder mit Theumaer Schieferbrocken aufzufüllen …” (Ideerakete)

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Erhältlich ist der kostenlose Ratgeber beim Landschaftspflegeverband Altenburger Land, der Natura 2000-Station “Osterland” und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Greiz.

Gestaltet wurde das Ganze von Thomas Jugel (Ideerakete) mit Fotos von fokus-natur.de.

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In Zeiten von Artensterben, fortschreitender Flächenversiegelung, steigendem Gifteinsatzes und anderer negativer Auswirkungen unseres menschlichen Handelns, zeigt uns diese gelungene Broschüre, viele interessante Alternativen auf, wie wir, in unserem direkten Wohnumfeld, mehr für die Artenvielfalt und letzten Endes auch für unser eigenes Wohlbefinden tun können.

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Der Inhalt dieser 44 seitigen Broschüre umfasst folgende Kapitel:

  • Die Einfriedung – Blühender Zaun oder steriles Bollwerk?
  • Der Gartenboden – Basis eines gesunden (Garten-) Lebens
  • Vielfalt der Fuge – Wege ohne Bitumen und Beton
  • Das grüne Kleid des Hauses – Erfrischend und belebend
  • Begrünte Dächer – Gut für Klima uns Arten
  • Der Innenhof – Abstellfläche oder Erlebnisraum
  • Die Trockenmauer – Gestaltungselement und Lebensraum
  • Ein Platz für Tiere – Rund ums Haus
  • Die Wildkrautecke am Haus – Ein Eldorado für Insekten
  • Totholz … in dem viel Leben steckt
  • Der Kleinteich – Perle des Gartens
  • Der Hausbaum – Symbol des Lebens
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Kalender 2020

Ideerakete:

“Schärft euren Blick, spitzt die Ohren – das nächste Jahr hält wieder viel Spannendes bereit!
Damit ihr wieder top durch das Jahr kommt, ist unser neuer Naturkalender der ideale Begleiter und Zierde jeder Büro-, Küchen oder was-auch-immer für einer Wand!
Natürlich auch ein Super-Geschenk für die Liebsten zum Weihnachtsfest!”

Exklusiv erhältlich ist der Kalender bei Naturschutzbedarf Strobel !

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Vogel des Jahres 2020 – die Turteltaube

Vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und seinem bayerischer Partner, dem Landesbund für Vogelschutz (LBV), wurde der Turteltaube (Streptopelia turtur) zum Vogel des Jahres 2020 gewählt:

Streptopelia turtur; Turteltaube; Turtle Dove; birds; columbidae; doves; gefiederpflege; leo; preening; tauben; vögel
Turteltaube

„Die Turteltaube steht für Glück, Liebe und Frieden. Ihre Lebensbedingungen sind allerdings weniger romantisch: Seit 1980 sind fast 90 Prozent ihrer Bestände in Deutschland verloren gegangen. Was der kleinen Taube fehlt, sind geeignete Lebensräume wie strukturreiche Wald- und Feldränder. Besonders durch die industrielle Landwirtschaft haben sich die Bedingungen für die Turteltaube verschlechtert.

Streptopelia turtur; Turteltaube; Turtle Dove; bad; bathe; bird bath; birds; columbidae; doves; leo; tauben; tränke; vogelbad; vögel; watering place
Turteltaube

Doch auch ein zweiter Punkt bedroht die Turteltaube. Als einzige Langstreckenzieherin unter unseren Tauben verbringt sie ihren Winter in Afrika. Doch durch illegale und legale Jagd ist sie auf ihrem Zugweg massiv gefährdet. Allein in der EU werden jährlich rund zwei Millionen Turteltauben getötet.“ (3)

Streptopelia turtur; Turteltaube; eier; gelege; leo; nest; vögel
Nest mit Gelege der Turteltaube

Heute brüten bei uns nur noch 12.500 bis 22.000 Paare. Die meisten der höchstens 5,9 Millionen Paare Europas leben in Spanien, Frankreich, Italien und Rumänien.

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Turteltaube

Schon während der Brutzeit suchen Turteltauben in Grüppchen nach Nahrung – vor allem an Ackerrändern sowie auf Lichtungen mit offenem Boden und manchmal auch zusammen mit anderen Taubenarten. Sie ernähren sich fast ausschließlich vegan und bevorzugen dabei Wildkräuter- und Baumsamen, wie von Kiefern und Ulmen, die sie vom Boden pickt.

Streptopelia turtur; Turteltaube; Turtle Dove; birds; columbidae; doves; leo; tauben; vögel
Turteltaube

Unserem Jahresvogel schmecken Samen von Klee, Vogelwicke, Erdrauch, Wolfsmilch sowie Leimkraut, die Landwirte nicht auf dem Feld haben wollen. Deshalb hat sich die Nahrungszusammensetzung der Tauben seit den 1960er Jahren verändert. Der Anteil von landwirtschaftlichen Sämereien macht nun in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets mehr als die Hälfte der Nahrung aus statt 20 Prozent wie früher. Vor allem nach der Brutzeit fressen sie vermehrt Sonnenblumenkerne, Raps- und Weizensamen.

„Weltweit gibt etwa 300 Taubenarten aus 42 Gattungen, die jedoch mehrheitlich in den Tropen beheimatet sind. In Deutschland leben nur die Gattung Columba mit drei heimischen Arten und die Gattung Streptopelia mit zwei heimischen Arten, darunter unser Jahresvogel.“ (2)

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Im Lebensraum des Wüstenfahlkauzes

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Wüstenfahlkauz – Strix hadorami – Desert Tawny Owl

Die Gesellschaft für Tropenornithologie GTO veranstaltet vom 12.-15. September im Kölner Zoo ihre 40. Tagung über tropische Vögel.    Am Sonnabend, den 14. September präsentiert dort Torsten Pröhl seinen Vortrag “Im Lebensraum des Wüstenfahlkauzes”.

Unter besonderer Berücksichtigung des Wüstenfahlkauzes, werden sechs Reisen zwischen 2006 und 2019 ins südliche Ägypten ausgewertet. Unter anderem standen besonders die dort brütenden Greifvogelarten im Fokus der Untersuchungen. Es gelangen Beobachtungen balzender und brütender Schieferfalken, ebenso konnten Lannerfalke, Wüstenfalke, Habichtsadler, Ohren– und Schmutzgeier beobachtet  werden.

Pharaonenuhu – Bubo bubo ascalaphus – Pharaoh eagle owl;

Zu den Zugzeiten im Frühjahr und Herbst wurden größeren Zahlen Steppen- und Schlangenadler registriert. Vor Ort wurde der  Pharaonenuhu als Brutvogel angetroffen und die Europäischer Zwergohreule als Durchzügler.

Kronenflughuhn – Pterocles coronatus – Crowned Sandgrouse

Nebenbei wurde eine Vielzahl verschiedener Wüstenvögel und diverse Durchzügler registriert. Darunter Sumpfohreule, Wachtel, Kronen- und Tropfenflughuhn und viele andere.

In den geschützten Bereichen der Mangroveregionen konnten umfangreiche Studien an den dort brütenden Fischadlern durchgeführt werden.   Untersucht wurden Bereiche des Wadi el Gemal Nationalparks und die Küste des Roten Meeres, sowie Wadis in den Red Sea Mountains im Grenzbereich zum legendären Gebel Elba im Grenzbereich zum Sudan. Leider ist der Gebel Elba Nationalpark derzeit, wegen der prekären Sicherheitslage und Spannungen mit dem Nachbarland, für Ausländer nicht bereisbar, ebenso weite Teile des Innenlandes abseits der Touristenhochburgen.

Mittelmeer-Raubwürger – Lanius meridionalis elegans – Southern Grey Shrike
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Marokko – immer wieder

“Marokko – immer wieder ” – so heißt der neueste Beitrag von Torsten Pröhl im Augustheft des Magazins “Naturfoto”.

Essaouira; Larus michahellis; Mittelmeermöwe; Yellow-legged Gull; birds; call; charadriiformes; gulls; hafen; limikolen; marokko; möwen; port; pröhl; ruf; vögel
Mittelmeermöwe — Yellow-legged Gull — Larus michahellis

Der Autor beschreibt unter anderem, warum es ihn seit 1999 immer wieder in das nordwestafrikanische Land zieht, das seit Beginn des sogenannten Arabischen Frühlings eines der wenigen sicheren Reiseziele in dieser Region geblieben ist.

Der Maghrebstaat hat für Naturbegeisterte, allen voran Ornithologen, außerordentlich viel zu bieten. Neben einer großen Vielfalt an Wüstenarten, ist es vor allem die noch große Ursprünglichkeit der Landschaft, die begeistert. Neben Habichtsadler, Adlerbussard, Lanner-  und Wüstenfalke konnten auch zahlreiche Reptilienarten festgestellt werden, unter anderem Atlasagame, Dornenschwanz, Ägyptische Kobra, Puffotter, Eidechsennatter und einige mehr.

Große Vielfalt entwickelten im Gebiet die Steinschmätzer, welche mit Fahlbürzel-, Wüsten-, Trauer- und Saharasteinschmätzer als Brutvögel vorkommen. Die durchziehenden europäischen Arten Steinschmätzer und Mittelmeersteinschmätzer, teilweise im Schlichtkleid, machen eine sichere Bestimmung nicht immer einfach. Vor Ort wurden auch Triel, Rennvogel, Hausammer und Wüstengimpel öfter und zahlreich beobachtet.

Black Wheatear; Oenanthe leucura; Trauersteinschmaetzer; Trauersteinschmätzer; birds; flight; flug; marokko; passeri; pröhl; singvögel; songbirds; vöge
Trauersteinschmätzer – Oenanthe leucura – Black Wheatear

Mehrere Reisen wurden dabei gemeinsam mit Fledermaus- und Säugetierkundlern unternommen.  Dabei gelangen Nachweise, der Dreizack- und Kaffernrundblattnase, der Lyrafledermaus, Großer- und Kleiner Mausschwanzfledermaus und der Europäischen Bulldoggfledermaus. Auch der Äthiopische Igel und der Pharaohnenuhu wurden während der nächtlichen Aktivitäten entdeckt.

Bereist wurde hauptsächlich der Südwesten, im Wesentlichen die südlich der Touristenmetropole Agadir gelegenen Bereiche des Antiatlas und die Küstengebiete. Im Gegensatz zu recht ähnlichen Landschaften in Ägypten, also am Ostrand der Sahara, ist in Marokko die Wüsten- und Halbwüstenvegetation vergleichsweise üppig. Die Ursache hierfür ist der nahe Atlantik, wodurch es wenigstens ab und zu einmal regnet oder sich die feuchte Luft an den Berghängen niederschlägt.

Traumhafte sukkulente Vegetationsgemeinschaften sind vielerorts die Folge. Allen voran die Vierkantige Euphorbie ist bestandsbildend. Je nach Niederschlagsmenge fällt die jährliche Vegetationsperiode recht unterschiedlich aus. Die Schmarotzerpflanzen Gelbe- und Violette Cistanche blühen allerdings in jedem Jahr, ebenso die Geophyten wie die prächtige Pankratslilie, welche aber erst im Herbst blüht.

Aegyptische Kobra; Egyptian cobra; Naja haje legionis; Uräusschlange; critters; high size; hochformat; juv.; kriechtiere; marokko; pröhl; reptilia; reptilien; schlangen; snakes; Ägyptische Kobra
Aegyptische Kobra – Egyptian cobra – Naja haje legionis
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Merline in Schottland

Auf seiner jüngsten Tour durch Schottland traf sich Torsten Pröhl mit den langjährigen Merlinexperten Ron Downing und Richard Sale. Gemeinsam inspizierten sie Merlinbrutplätze im Baumbrüterareal Südschottlands (Scottish Border)  und die Bodenbrüter, weiter nördlich, nahe des Cairngorms Nationalpark. Dabei wurden nicht nur die Neststandorte kartiert und die Brutdaten aufgenommen, sondern auch Jungvögel beringt.

Merline der Unterart Falco columbarius aesalon brüten in Großbritanien in Wales, Nordengland, Nordirland und Schottland. Schottland beeindruckt mit seinen weitläufigen naturnahen Moor- und Heidelandschaften. Erstaunlich ist hier die Vielfalt an wiesen- und bodenbrütenden Vögeln. Anderswo seltene Arten, wie Kiebitz, Großer Brachvogel, Austernfischer und Bekassine kommen hier häufig vor; ebenso Wiesenpieper und Braunkehlchen.

Zu Jagdzwecken wurden Fasane, Rothühner und andere Arten ausgesetzt. Zusammen mit dem Schottischen Moorschneehuhn  bilden sie die Grundlage für eine regelrechte Jagdindustrie. Für betuchte Jäger und Falkner aus Europa werden die Heidelandschaften speziell für diese Arten bewirtschaftet. Alle Konkurrenten werden von sogenannten gamekeepern strikt bekämpft. Überall stehen Schlag- und Kastenfallen zum Fang von Marderartigen. Dabei werden alle Arten, vom Mauswiesel bis zum Fischotter beseitigt. Ebenso werden alle Greif- und Rabenvögel vehement bekämpft. Wir fanden an verschiedenen Orten vergiftete Dohlen und Saatkrähen.

Schlagfalle für Kleinsäuger

Es gibt kein weiteres Land in Europa, mit so gut für Greifvögel geeigneten Habitaten, wie Schottland. Überall findet man weitläufig naturnahe Moore- und Heidegebiete, mit einem enormen Beutetierangebot. Dies reicht von massenhaften Kaninchenvorkommen und Schneehasen, bis hin zu den allgegenwärtigen bodenbrütenden Vögeln.  Trotzdem sind normal häufige Arten, wie Kornweihe, Steinadler und Sumpfohreule die Ausnahme. Sogar Mäusebussarde muss man suchen. In Bezug auf illegale Vogelverfolgung ist Schottland mit den Ländern im Mittelmeerraum durchaus vergleichbar, nur ist das niemand bewusst!

Neben bodenbrütenden Merlinen, gelangen auch Fotos von dem in Großbrittanien endemischen weißschwänzigen Eichhörnchen (Sciurus vulgaris leucurus), Rothühnern mit Jungtieren und einer seltenen schwarzen Mutation des Jagdfasans –  dem Mönchsfasan (Fasianus colchicus mut. tenebrosus).

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Verwerflich ? – Greifvogelfotgrafie an Luderplätzen

In der Maiausgabe 2019 der Zeitschrift “NaturFoto” widmet sich Torsten Pröhl ausführlich dem Thema der Greifvogelfotografie mit der Methode des Anfütterns.  

bei den Weißrückengeiern in Äthiopien

Die Frage dabei ist: sind sogenannte Luderplätze – Orte, an denen tote Tiere ausgelegt werden, um Aasfresser anzulocken – einfach nur eine effektive Maßnahme, um möglichst einfach zu guten Greifvogelbildern zu kommen? Und wenn ja – ist das verwerflich?  Es wird versucht, den unter Naturfotografen oft kontrovers diskutierten Sachverhalt, aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erläutern. Zunächst wird erörtert, was ein Luderplatz ist und welchem Zweck er dient. Parallelen zur Jagd mit der Waffe sind augenscheinlich und bieten sich auch für den ambitionierten Kamerajäger an.

„Am ausgelegten Futter kann man hauptsächlich die gängigen Aasfresser erwarten. Bei uns sind das vor allem die beiden Milan-Arten sowie der Mäusebussard, mit Einschränkungen auch die Rohrweihe und im Winter der schöne Rauhfußbussard. Aber mit Beharrlichkeit ergeben sich auch Überraschungen. Ich habe auch schon Habichte und sogar Turmfalken am Aas fressen sehen. Besondere Erlebnisse sind immer Interaktionen verschiedener Arten. Wer einen solchen Platz anlegen möchte, ist am besten dran, wenn er eigenes Land besitzt. Ansonsten sollte man sich mit dem Grundstückseigner und dem Jagdpächter einig sein und möglichst die gesetzliche Vorgaben erfüllen, wenn man keine unangenehmen Überraschungen erleben will. Sehr gut eignen sich ehemalige Bergbauflächen oder Deponien – am besten umzäunt. Hat man eine Genehmigung, muss der direkte Futterplatz sowieso eingezäunt werden. Stark von Besuchern, vor allem von Hundebesitzern, frequentierte Areale, scheiden aus. Hier herrscht zu viel Unruhe.“

Rotmilane in Spanien

Greifvögel geraten in unserer modernen Kulturlandschaft heute immer mehr in Bedrängnis. Die Methoden der intensiven Landwirtschaft reduzieren das normalerweise vorhandene natürliche Nahrungsangebot auf ein Minimum. Veränderte Fruchtfolgen und  Einförmigkeit der Feldfrüchte geben den Greifvögeln immer weniger Gelegenheit, zur Zeit der Jungenaufzucht genügend Nahrung zu erreichen. Außerdem fällt ein wichter Nahrungsbestandteil für alle Aaasfresser weg, weil verschärfte EU-Hygienevorschriften nahezu alles Aas aus unseren Landschaften verbannen. Neuerdings gibt es verstärkte Bestrebungen, vor allem in Naturschutzprojekten, es wieder zu erlauben, unter bestimmten Auflagen, tote Tiere in der Landschaft zu belassen.

Geierfutterplatz in Spanien

„Profiteure dieser Maßnahmen sind nicht nur die Greifvögel. Auch Säuger – vom Fuchs bis hin zu Kleinsäugern – kommen regelmäßig. Verschiedene andere Vogelarten ernähren sich von den Nebenprodukten, wie etwa Fliegenmaden und den Lar-ven aasfressender Käfer. Der vom Aussterben bedrohte Steinschmätzer hält sich bevorzugt an Kadaverresten auf, um dort Insekten abzustauben. Teilweise mumifizierte Kadaverreste, Knochen und Fell werden oft noch über lange Zeit von ganzen Lebensgemeinschaften besiedelt, wie Bohrgänge im Leder u.ä. verraten. Außerdem sind Haare und Federn wichtig für den Nestbau der Vögel. Anstelle dieser natürlichen Materialien findet man heute oft Plastikstricke und Bindegarn als Auspolsterung. Künftig sollen Biologen klären, welch’ komplexe Vorgänge sich rund um die Kadaver abspielen. Auch die größten unter den Fleischfressern benötigen das Fleisch toter Tiere dringend zum Überleben.“

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Die Falken Europas, Nordafrikas und Vorderasiens – jetzt online !

Mit dem Schieferfalken (Falco concolor) haben wir es endlich geschafft und die letzte Art, der 12 Falken Europas, Nordafrikas und Vorderasiens auf unserer Infoseite für Sie veröffentlicht.

Auch die Steckbriefe der meisten „echten“ Greifvögel (Accipitriformes) sind inzwischen freigeschaltet. Unser Ziel, Ihnen alle 46 Greifvögel und Falken Europas und der angrenzenden Regionen mit informativen Texten und ausdrucksstarken Fotos von fokus-natur.de etwas näher zu bringen, ist also fast erreicht.

Wir wünschen  Ihnen nun viel Freude beim Anschauen und Lesen unserer  Präsentationen.

Sollten Sie Anmerkungen, Hinweise oder Anregungen zu unserer Infoseite haben, würden wir uns natürlich über einen Kommentar von Ihnen freuen. Sollten Sie Fehler entdecken, ist selbstverständlich auch sachliche Kritik ausdrücklich erwünscht.

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